Unsere Gemeindepfarrerin Annemarie Czetsch

Annemarie Czetsch

 

Unsere Gemeindepfarrerin Annemarie Czetsch hatte am Heiligabend 2013 ihren 100. Tag im Amt. Anlässlich dieses Jubiläums, das man üblicherweise aus der Politik kennt, hat sie sich freundlicherweise zu einem Interview bereit erklärt.

 

 

Sie sind nun seit über 100 Tagen im Amt als Pfarrer in von Rinklingen. Wie haben sie sich inzwischen in die Gemeinden eingelebt?

 

Ich fühle mich in den Gemeinden sehr wohl, und lerne die Strukturen und Menschen kennen, sehe aber auch, dass dieser Prozess seine Zeit brauchen wird.

 

Waren sie schon vor Ruit und Rinklingen Pfarrerin in einer Gemeinde, was waren die größten Unterschiede zu ihrer vorherigen Aktivität.

 

Ich war schon davor Gemeindepfarrerin, grundsätzlich verändert sich nichts, die Aufgabe ist immer, die Menschen in Berührung mit Gott zu bringen. Aber jede Gemeinde ist anders, es gibt überall verschiedene Menschen und Schwerpunkte.

 

Seit wie vielen Jahren sind sie nun als Pfarrerin tätig?

 

Seit bald 15 Jahren.

 

Welche Pflichten hat man als Gemeindepfarrer?

 

Ziemlich viele Dinge, natürlich Gottesdienste, Beerdigungen, Konfirmation, Taufe... Dann muss ich an manchen Tagen in den Schulen unterrichten und mit dem Kindergarten arbeiten. Es ist viel Verwaltung, ich führe Gespräche und mache Seelsorge, Besuche, und es gibt Sitzungen.

 

Wieso wurden sie Pfarrerin in Ruit und Rinklingen?

 

Nachdem mein Mann eine andere Arbeit im Raum von Stuttgart angenommen hatte, haben wir uns gezielt Gemeinden in der Umgebung angesehen und Ruit und Rinklingen haben uns am meisten angesprochen.

 

Welche Ziele haben sie für beide Kirchengemeinden?

 

Im ersten Jahr will ich mich erst einmal eingewöhne n, um zu sehen, wie die Gemeinde „tickt“ und möglichst viele Menschen kennenlernen. Aber mein wichtigstes Ziel ist es natürlich, Menschen in Berührung mit de m Glauben zu bringen.

 

Was gefällt ihnen besonders an ihrer Tätigkeit als Pfarrerin?

 

Das Wichtigste ist für mich, dass ich meine Berufung leben kann. Ich fühle mich dazu berufen und ich hab e die Möglichkeit, als Pfarrerin zu arbeiten. Außerdem mag ich die Vielseitigkeit und die Herausforderungen, vor die man immer wieder gestellt wird.

 

Wie läuft einer ihrer Arbeitstage ab?

 

Es gibt von Tag zu Tag viele große Unterschiede. Diesen Dienstag beispielsweise gehe ich morgens in die Schule in Rinklingen und Ruit. In der Zwischenzeit erledige ich Anrufe, danach habe ich mittags eine Besprechung mit dem Pfarrkonvent und abends eine Kirchengemeinderatssitzung. Aber das variiert jeden Tag.

 

Wie arbeiten sie mit ihren Konfirmanden?

 

Ich arbeite gerne mit den Konfirmanden und gehe jedes Jahr auf unterschiedliche Interessen ein. Das Konfi-Programm verändert sich wohl von Jahr zu Jahr.

 

Vor kurzem wurden die neuen Kirchenältesten gewählt. Welche Aufgaben hat man als Kirchenältester?

 

Als Kirchenältester hat man eine Menge Verantwortung. Mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin leitet man die Gemeinde. Man trifft sich und es ist ziemlich vieles zu tun. Es ist ein wichtiges Ehrenamt, macht aber auch großen Spaß.

 

Danke für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Freude bei der Arbeit in der Gemeinde.

 

 

 

 

Interview durchgeführt von Jannik Stichs